We can be heroes, just for one day
Und die Kraft versiegt dir nie
die Welt wird es erleben
Dass eines fernen Tages du
wirst deinen Sarg selbst heben.
(Rummelsnuff, Pumper)



Die Helden des vierten Advent 2011 waren nicht wir, die wir unsere Kräfte auf einer tollen Querfeldeinstrecke im Flutbecken eines hiesigen Flusses maßen; nein, unsere Helden für diesen Tag waren die, die das alles ermöglichten. Erdachten, auf die Beine stellten, vorbereiteten, entwarfen, druckten, fotografierten, filmten, präsentierten. Aufbauten, absperrten, organisierten. Essen, Getränke und sogar Geschenke für jeden von uns hatten.

Tausend Dank, ihr habt uns allen einen perfekten Vorweihnachtstag bereitet!

Fotos in Hülle und Fülle gibt's wie immer in den Kommentaren. Die hier übliche Radparade liefere ich in Kürze nach.




kreuzbube am 18.Dez 11  |  Permalink
Cyclocross, the punk cousin of road biking
So sah es im Nu aus, wenn wir an uns herunter schauten:



Den Dreck hat mein alter Renner gut weggesteckt. Nagelprobe bestanden.





Und so wurden wir zu Schmutzfinken:

Die Blogsportgruppe bespricht die Renntaktik, hält die Dinge einfach: "Ich brauch' keinen Pulsmesser, ich fahr eh immer am Anschlag".



Gemeinsames Warmfahren zur etwa 10 Minuten entfernten, bis dahin geheimen gehaltenen Rennstrecke.



Es wird belgisch. Die Flagge Flanderns wird gehisst - und geküsst. Hier von Ritzelconnection; Carodame wird ihrer Rührung durch spontanen Applaus Herr.



Letzte mentale Konzentrationsübungen.



Die Helden sprechen zu uns. Etwas von ihrem Glanz fällt auf uns ab, schenkt uns Mut und die Gewissheit, das Wagnis nicht umsonst eingegangen zu sein.





Noch ein paar letzte Worte zu den Liebsten, wir wissen ja nicht, was uns erwarten wird.



Kurz vorm Start vergewissern wir uns, dass wir gut aussehen. Es ist casual sunday, come as you are.







Dann geht's los. Go!Go!Go!















Silbrig baumeln unsere Geschenke von der Eisenbahnbrücke, unter der der Parcours hindurch führt. Unterwegs dürfen wir uns eins abreißen!




Jeder hat seine eigenen Kniffe, den Puls anschließend wieder unter 160 zu drücken.



Dann ist es geschafft. Schnell schlüpfen wir in trockene Klamotten und dann lassen wir den Nachmittag mit Kaffee, Wasser, Bier, Glühwein und einem leckeren Mittagessen ausklingen.



Auf mich wartet anschließend der Gute Bubi, mit dem ich noch eine entspannte Stunde im Dunkeln drehe. Das war es dann, das Jahr 2011 auf dem Rad. Hier und da werde ich noch ein wenig unterwegs sein - und das nächste Jahr ist ja auch nicht weit weg...

jotwede am 18.Dez 11  |  Permalink
Ja!
Da sind die Bilder auf die ich gewartet habe. Klasse!

mark793 am 19.Dez 11  |  Permalink
Kann mich dem Kollegen jotwede nur anschließen:
Saustarke Bilder! Soweit ich das sehe alle engagiert bei der Sache, aber nicht übermäßig verbissen, und der Dresscode ist ja wohl oberlässig.

Wieviele Kilometer furcht man denn bei so einer Veranstaltung durch die Prärie?

sid am 19.Dez 11  |  Permalink
Saustarke Bilder!
Jau - seh ich auch so. Und hab schon die Frage nach der Putzaktion runtergeschluckt ; )

mark793 am 19.Dez 11  |  Permalink
@sid:
Hab mir auch den Hinweis (und entsprechende Beweisbilder) verkniffen, dass mein Radl heute auch ohne Querfeldeinbetrieb ganz schon eingesaut war. Aber ganz so viel Botanik hab ich auf den Feldwegen nicht mitgenommen.

texas-jim am 19.Dez 11  |  Permalink
Superman und die Discokugel-Leggings sehen ein wenig so aus, als wäre ich wieder bei Schlaflos im Sattel.
Wenn Du die Anfahrt nicht scheust, können wir uns da gerne gemeinsam bewerben. Ich will ein Team! Herr Mark? Herr Kreuzbube? Frau Carodame? Noch jemand?

kreuzbube am 19.Dez 11  |  Permalink
sid, Den Schmutz wird man schnell los. Ein Gartenschlauch hat das Gröbste direkt vor Ort erledigt. Den Rest mache ich heute ... vielleicht...

In Kilometern kann man das nicht messen. Diese Sause ist die Antithese zum Fahren auf der Straße, in jeder Hinsicht. Zehn Meter steil bergauf auf einem zerfurchten Boden lassen den Puls explodieren. Der Kurs war etwa zwei Kilometer lang, schätze ich. Gefahren sind wir ein paar Einführungsrunden (nach dreien dachte ich schon, das wird heftig) und dann eine halbe Stunde lang, so viele Runden, wie jeder geschafft hat. Manche sind auch vorzeitig ausgestiegen. Die schnellsten neun Männer mussten als "Belohnung" dann noch einmal zehn Minuten auf die Piste, ebenso die schnellsten sechs Frauen.

Auf diesen kurzen Kursen fährt man dauernd am Limit, ähnlich wie bei dieser Rundstreckenhatz im Frühjahr, zu der ich mich irrsinniger Weise überreden lassen hatte. Von Runde zu Runde wird es schwerer, weil der Boden zunehmend durchgepflügt ist. Die Anstiege kommt man nur hoch, wenn man mit Schwung in den Hang hineinfährt. Man muss also davor schon auf der holprigen Wiese Gas geben. Von der Straße her ist man es gewohnt, aus dem Sattel zu gehen. Verlagert man hier jedoch das Gewicht zu weit nach vorn, dann fehlt hinten die Traktion und das Rad dreht durch. Man fällt kurz vor Erreichen des Scheitelpunktes einfach um ;-) Auch das Runterspringen vom Rad, über die Hindernisse rennen und wieder in den Sattel springen kostet Körner. Zwischendurch gibt es zwar ebene Passagen auf befestigtem Untergrund, auf denen man theoretisch Tempo machen könnte. Das habe ich schnell ad acta gelegt, ich habe diese jeweils 100 Meter gebraucht, um mich minimal zu erholen.

Hangabwärts musste man die Balance zwischen Kontrolle und Schwung finden, um nicht in den Bauzaun zu brettern, aber dennoch mit Schmackes über den Graben zu kommen, der sich an einer Stelle auftrat. Wenn dort allerdings der erste ein wenig zögerlich zu gemacht hat, sind die anderen hinten dran bisweilen geplumpst.

@mark793: Es waren alle ausnahmslos flott unterwegs. Da hat keiner gebummelt, jeder hat sich angestrengt, so sehr er konnte. Viele waren richtig schnell! Die Atmosphäre war gleichwohl freundlich, ohne Rivalität. Und die Zuschauer haben richtig Stimmung gemacht, mit Tröten, Klappern und Trillerpeifen. Jeder war willkommen und wurde herzlich begrüßt.

@texas-jim: Tolle Idee, bei uns jedoch leider kaum umsetzbar. Die Situation mit unseren Hunden, vor allem der alten, erschwert das erheblich. Zur Zeit sind wir sehr an heimische Gefilde gebunden.

carodame am 19.Dez 11  |  Permalink
Das Gesicht auf Bild drei!

kreuzbube am 19.Dez 11  |  Permalink
Radale: Die Räder
So farbig wie die Veranstaltung:




























rebhuhn am 19.Dez 11  |  Permalink
wow - da waren ja auch leute mit rennreifen dabei - oder hab' ich mich verguckt?!

krasse story, coole bilder; das hellblau-rosa fahrrad gefällt mir besonders. vielleicht, weil's im schlamm bzw. neben den anderen so unschuldig wirkt *g...

schöne letzte adventwoche wünsche ich dir und der carodame!

kreuzbube am 19.Dez 11  |  Permalink
Der blaue Renner mit der Nr. 26 hatte auf dem Hinterrad (vorne fuhr er einen Crossreifen) tatsächlich einen profillosen Reifen aufgezogen. Er war aber der einzige, der auf diese Idee kam. Was aus ihm wurde, weiß ich nicht, ich war während des Rennens ziemlich mit mir beschäftigt.

Die Fotos der anderen Räder sind alle vor dem Rennen entstanden, hinterher sahen die alle ziemlich besudelt aus, auch das hellbau-rosafarbene.

Die Weihnachtsbeleuchtung an dem roten Cannondale war übrigens in Betrieb und blinkte. Gehörte der schnellsten Frau im Feld.

Besten Dank und Erwiderung der Adventswünsche, dieses Jahr gibt's wohl kein Rebhuhn, sondern Ente ;-)

jotwede am 19.Dez 11  |  Permalink
Hi hi, da sind ja ein paar ganz heiße Konstrukte bei.

kreuzbube am 19.Dez 11  |  Permalink
Ja, es war vielfältig. Jeder so, wie es ihm gefällt. Die 3,8 Zoll Vorderreifen waren aber wirklich unglaubliche Walzen. Die müssen irre Kraft kosten.

kreuzbube am 20.Dez 11  |  Permalink
Bilder, Bilder, Bilder
Wer noch mehr sehen will:

Blogsportgruppe: One sunday morning

RADALE What a beautiful day mit links zu vielen Fotos.

Ein Held des Tages auch der Teilnehmer Stahlwade, der auf Schotter stürzte, das Rennen zu Ende fuhr und anschließend nach gemütlicher Rückfahrt zum Ausgangsort und kurzem Plausch in der Runde das Knie in der nahegelegene Notaufnahme nähen ließ.

kreuzbube am 20.Dez 11  |  Permalink
Yippieh-Ya-Yeah!, 2
Ich hab' nen award als Filmschaffender gewonnen:

Kreuzbube! Gewinner der (inoffiziellen) Kategorie der Herzen: "Bestes Bewerbungsvideo"

meint e r t z u i ° film

cut am 20.Dez 11  |  Permalink
Sehr verdient. Videos, Bilder ... 1A! Und an den Kategorien lässt sich sicher noch arbeiten.