Bitte mein Blog löschen!!! Nee.. halt... das war ja der Text, wenn man 14 ist und sein Blog am selben Tag erst angelegt hat.
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Is this the real life?
Is this just fantasy?
Caught in a landslide
No escape from reality
Open your eyes
Look up to the skies
And see...
Das könnte man sogar als Netzphilosophisches an den Mann bringen, so mit post- und transdingsbums und so... aber: zu oft durchgenudelt.
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Because I'm easy come, easy go
Wie vor, aber schon viel, viel besser, vielleicht jedoch etwas zu knapp und lax daher gesagt...
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Ich weiß nicht, ob es heute zu ihnen durchgedrungen ist in einem der zahlreichen Mediendienste oder im Internet: Ich habe mich heute von meiner community getrennt. Ich habe meine community rausgeschmissen. Im Großen und Ganzen bin ich mit ihr ganz zufrieden gewesen. Aber die Quoten in meinem Umfeld waren derart mies, dass ich gesagt habe: Das kann ich mir nicht länger antun, ich schmeiß Euch raus.
Ja. Das ist es doch... hmm... besser nicht, da fühlt sich womöglich irgendwer respektlos behandelt...
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Schmierig-pathetisch, macht man das nicht so? Also gut, probieren wir es damit.
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Ich habe in einem sehr freundschaftlichen Gespräch die Frau Bundeskanzlerin informiert, dass ich mich von meinem Amt als Kreuzbube zurückziehen werde und um meine Entlassung gebeten. Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens. Und ich gehe nicht alleine wegen meiner fehlerhaften Arbeiten auf dem Gebiet der Hundeerziehung und des Radsports. Der Grund liegt im Besonderen in der Frage, ob ich den höchsten Ansprüchen, die ich selbst an meine Verantwortung anlege, noch nachkommen kann.
Ich trage bis zur Stunde Verantwortung in einem fordernden Amt. Verantwortung, die möglichst ungeteilte Konzentration und fehlerfreie Arbeit verlangt - mit Blick auf die größte Reform die ich in der Geschichte der Hundeerziehung angestoßen habe, und mit Blick auf ein gestärktes und großartiges Rudel im Einsatz, das mir engstens ans Herz gewachsen ist.
Ich habe, wie jeder andere auch, zu meinen Schwächen und Fehlern zu stehen. Und mir war immer wichtig, diese vor der Öffentlichkeit nicht zu verbergen. Deswegen möchte ich mich aufrichtig bei all jenen entschuldigt, die ich aufgrund meiner Fehler und Versäumnisse verletzt habe. Und ich wiederhole dies auch ausdrücklich heute. Manche mögen sich fragen, weshalb ich erst heute zurücktrete. Zunächst ein möglicherweise für manche unbefriedigender, aber allzu menschlicher Grund. Wohl niemand wird leicht, geschweige denn leichtfertig, das Amt aufgeben wollen, an dem das ganze Herzblut hängt. Ein Amt, das Verantwortung für viele Menschen und Tiere und deren Leben beinhaltet. Hinzu kommt der Umstand, dass ich mir für eine Entscheidung dieser Tragweite die gebotene Zeit zu nehmen hatte.
Gleichwohl muss ich einräumen, dass schon andere vor mir Hunde erzogen haben und dies auf ähnliche oder gar gleiche Weise taten. Gleiches gilt hinsichtlich meiner Darlegungen zum Fahrradbau. Nach nochmaliger genauester Gewissensanstrengung kann ich nicht umhin festzustellen, dass andere zuvor bereits in nahezu identischer Weise Fahrräder gebaut haben.
Meine Vorgehensweisen sind über Jahre hinweg neben meiner Berufstätigkeit in mühevollster Kleinarbeit entstanden, und sie enthalten fraglos Fehler. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten. Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht oder bewusst die Urheberschaft nicht kenntlich gemacht. Und sollte sich jemand durch inkorrektes Setzen und Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten verletzt fühlen, so tut mir das aufrichtig leid. Es würde daher nach meiner Überzeugung im öffentlichen wie in meinem eigenen Interesse liegen, wenn auch etwaige Ermittlungen etwa bezüglich urheberrechtlicher Fragen zeitnah geführt werden können.
Nun wird es vielleicht heißen, der Kreuzbube ist den Kräften des Bloggens nicht gewachsen. Das mag sein oder nicht sein. Wenn ich es aber nur wäre, indem ich meinen Charakter veränderte, dann müsste ich gerade deswegen handeln.
Ich danke von ganzem Herzen meiner Leserschaft und insbesondere dem Guten Bubi, der mir bis heute den Rücken stärkte, nicht zurückzutreten. Und ich danke besonders für alle erfahrene Unterstützung und Ihr großes Vertrauen und Verständnis. Es ist mir aber nicht mehr möglich, den in mich gesetzten Erwartungen mit dem mir notwendigen Maß an Verantwortung gerecht zu werden.
Ich war immer bereit, zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.
Als Zahnarztfrau werde ich immer wieder gefragt, Kreuzbube, wie lang ist er, der Weg zum Erfolg? Fünf Sekunden, sage ich da immer, in nur fünf Sekunden schaffen auch Sie das!
Und das geht so: Man baut konsequent einen Puffer von fünf Sekunden ein zwischen Absicht und Ausführung und bleibt konsequent tagaus-tagein, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr, dabei. Ohne Ausnahme.
Bevor der Gute Bubi morgens das Haus verlässt, wartet er auf seinem Kissen. Ich trete zu ihm, zähle innerlich bis fünf und dann geht er in Ruhe mit mir zur Haustür. Dort setzt er sich wieder hin. Sollte ich noch nicht ausgehfertig sein, wartet er ohne Hampeleien, bis ich Schuhe und Jacke, Schal und Mütze an habe. Aber auch wenn ich schon so weit bin, die Tür öffnet sich erst nach fünf Sekunden des Wartens. Dann stürmt er nicht heraus, sondern wartet, bis ich ihm das Okay für das Verlassen des Hauses gebe. Falls ich ihn anleine, machen wir das ebenso. Die Leine wird eingeklinkt, ich zähle innerlich bis fünf und dann erst gehen wir.
Auch unterwegs dann, wenn ich die Leine ab gemacht habe, wartet er. Keinesfalls stürmt er sofort los. Er geht ein paar Meter an meiner Seite, dann gebe ich ihn frei.
Nach demselben Schema läuft es ab, wenn wir nach Hause kommen. Er wartet vor der Tür, diese öffnet sich. Wir warten. Dann gehen wir ins Haus, dort wird er bis zu seinem Kissen gebracht. Dort begann der Spaziergang, dort endet er nun.
Autofahren? Wie gehabt. Rio sitzt neben mir, ich öffne die Heckklappe. Er wartet fünf Sekunden, dann darf er reinspringen. Raus geht es auf die gleiche Weise. Ich öffne die Heckklappe, Rio wartet, nach fünf Sekunden springt er raus, an meine Seite. ich mache die Heckklappe in Ruhe zu, stecke den Autoschlüssel ein und dann gehen wir los.
So mache ich das bis heute, Tag für Tag, immer und ohne Ausnahme. Es erscheint womöglich völlig überzogen, so unlocker, aber für des Guten Bubis Betragen hat es im Verbund mit anderen Maßnahmen entschleunigende Wirkung gehabt; mal abgesehen davon, dass ich persönlich keinen Hund haben möchte, der sich hektisch durch jede Tür drängelt, losrast, noch bevor man die Leine entfernt hat und im Haus herumspringt, weil er es kaum erwarten kann, dass es losgeht. (Von Rios früherer Beschleunigung in Richtung humanoider Lebensformen wollen wir gar nicht reden...)
Es ist einfach so: Ohne Hektik und gemeinsam mit mir gelangt der Gute Bubi überall hin. Ohne mich und mit ADHS hingegen nirgends.
Kandidat Rio braucht das so. Klare, gleichbleibende Regeln. Ein verlässliches Verhalten meinerseits. Würde ich schludrig, ließe ich immer mal -und das dann zunehmend- alle Fünfe gerade sein, bekäme ich im Nu die Quittung dafür. Ich würde mir das wieder einreißen, was ich mir mit dem Hund mühsam erarbeitet habe.
Heute müssen einmal, ohne wenn und aber, die Grenzen des Kreuzbuben aufgezeigt werden.
Die Betriebssportgemeinschaft Blogsportgruppe ist beim Flèche Allemagne vertreten. Der kreuzbube hält das, und er darf das sagen, unterstützt er die Mannen bei ihrem Vorhaben doch nach Kräften, für reichlich plemplem. Denn mit dem Flèche Allemagne hat es diese Bewandtnis:
Am Himmelfahrtstag startet um 9:00 Uhr ein Himmelfahrtskommando aus Leipzig in Richtung der Mitte Deutschlands, nach Eisenach. Den Leipzigern gleich tun es etliche andere aus allen Teilen Deutschlands.
Jeweils drei bis fünf Fahrer bilden ein Team. Ihr Ziel ist die Wartburg und bevor sie die am darauffolgenden Morgen bis 9:00 Uhr erklimmen, müssen sie mindestens 360 km zurückgelegt haben. Wohnen die Teams näher an Eisenach, müssen Sie sich in einem großen Bogen der Stadt nähern oder gar zunächst ein gutes Stück weit von ihr weg fahren.
Jedes Team bestimmt zuvor seine Route selbst und reicht sie bei der Jury ein. An ausgewählte Kontrollpunkte (das kann eine Tankstelle sein oder ein Polizeirevier) werden Stempel verschickt, die die Mannschaften im Ziel vorweisen müssen. Alle sind unterwegs auf sich gestellt, Hilfe gibt es nicht.
Die BSG hat 390 km vor sich und das ist für den Kreuzbuben definitiv zu viel. Das kann er nicht, will er nicht. Auch nach gehöriger Gewissensanstrengung verspürt der kreuzbube keine Motivation, die ihn des Nachts, nachdem er schon 300 km im geschundenen Leib hat, auf eine einsame Landstraße zieht.
Ein verrücktes Unterfangen. Bei der Ostseetour, die etwas länger ist, fährt man im Sog einer Gruppe mit 100 Leuten, alles ist organisiert, Begleitfahrzeuge sind dabei. Aber hier? Nichts. Nur die Handvoll Fahrer, ein endloses Asphaltband, Wärme, Kälte, Dunkelheit, wenn es schlecht läuft Regen, Schlafmangel.
Da muss der kreuzbube, der gerne mal alles Mögliche ausprobiert, passen; nicht zuletzt im Hinblick auf die anderen, für die er, so viel ist mal sicher, unterwegs zunehmend zum Klotz am Bein, zum respektablen Mühlstein, würde. So bleibt die Hölle des Ostens das radsportliche Highlight im Dasein des Bloggers, mehr geht für ihn nicht.
Wer hätte das gedacht, Folge 49 schon, da bin ich ja bald durch mit dem Internet Blog...
Eine weitere kleine Übung für befreundete Hundehalter. Der zu trainierende Hund sitzt (oder steht oder liegt).
Ein anderer Hund (oder mehrere, soweit gerade zu Hand) wird ein gutes Stück weit hinter ihm platziert.
Dann geht man weg - und ruft die wartenden Hunde ab. Die donnern am Schüler vorbei, der nicht mitrennen darf.
Das lässt sich variieren. Man kann mit dem Fahrrad Reize setzen: Am Rad wird eine Schnur von einigen Metern Länge festgebunden, an deren Ende ein Spielzeug oder Stofftier geknotet ist. Das legt man dem Hund für die Nase. Mit dem Rad begibt man sich ein paar Meter zurück und fährt am Hund vorbei. Sobald die Schnur sich strafft, hoppelt das Spielzeug/Stofftier los. Der vierbeinige Schüler muss bleiben, wo er ist. Schließlich kann man eins drauf setzen und knotet einen Hasenbalg, den man sich zuvor beim Jäger besorgt hat, an die Schnur.
Ohne Fleiß kein Preis. Es gibt keinen Trick, mit dem Rad eine zwanzigprozentige Steigung hinauf zu fahren. Mit dem Hund muss man ebenso üben. All die Zeit, all die Stunden, die wir jetzt auf dem Rad verbringen, sind in der heißen Phase der Erziehung des Unerzogenen in die Beschäftigung mit dem Guten Bubi geflossen. Wie beim Radfahren auch, ist der reine Zeitaufwand aber keine Gewähr. Man kann oft und viel, aber falsch trainieren und wundert sich, dass es nicht besser wird; das gilt beim Hund aufgrund der sozialen Komponente in besonderem Maße.
Ist man hingegen fleißig und wählt als Helfer solche, die mit dem Hund etwas vormachen können, statt nur über ihn zu reden, dann wird auch ein vermeintlich hoffnungsloser Fall zwar kein Lamm, aber doch recht weitreichend gesellschaftsfähig - und lässt Radfahrer in Ruhe...